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Viel passiert

Tut mir leid, dass ich so schrecklich lange nicht geschrieben habe, aber mein Laptop war kaputt. Er war jetzt beim Shop und es hieß nun schon seit einer Woche, dass er am nächsten Tag kommen wird und heute hat ihn der Mann dann endlich vorbei gebracht. In der Zwischenzeit ist sehr viel passiert: 1.Graduation Day Am Freitag den 11. war ich mit André, Alois, Lena, Mama Sophie und ihrem Mann beim Graduation Day von deren Sohn. Das ist sowas wie die Abschlusszeremonie der Schulzeit. Es war in einer riesigen Halle und es wurden dort drei Stunden lang Reden gehalten, Zeugnisse ausgegeben und Preise verliehen. Sie haben alle solche Umhänge getragen, wie man das manchmal auf Bildern von englischen Schulabschlüssen sieht. Ansonsten haben wir dort nichts mehr gemacht und waren danach nur noch essen. 2.Hari Raya Haji (sprich: hatschi) Hari Raya Haji ist ein muslimisches Fest und ich habe dazu für 5 Tage zu einer malaiischen Gastfamilie gewechselt. Meine neue Gastmutter ist auch eine Lehrerin an meiner Schule und gleichzeitig eine Freundin meiner Mutter. Solche Feste verbringt man meistens im Kampung (=Heimatdorf), wo die Eltern leben. Das Kampung meiner Ibu (malaiisch für Mutter) liegt in Perlis, dem nördlichsten und kleinsten Staat Malaysias. Dort hin hat sie mich Freitag abends mit ihrem Mann und Sohn mitgenommen. Es sind total liebe, nette und lustige Menschen und es war wunderschön mit ihnen. Das Kampung war auch wunderschön. Am Samsagmorgen durfte ich allein rumgehen. Das Kampung ist umgeben von Reisfeldern und in der Nähe sieht man felsige Berge. Die morgentlichen Geräusche waren zu hören und überall begannen freunliche Malayen, aus ihren Häusern zu kommen. Die Idylle wurde nur ein bisschen vom Lärm des nahen Steinbruchs gestört, aber es war einfach wunderbar mal allein in der der Natur zu sein! Sonntags sind wir allerdings wieder zurück gefahren, da wir noch die drei Töchter abholen mussten. So sind wir dann zu fünft am Montag ohne Ayah (malaiisch für Vater) wieder zurück gefahren. Die Töchter sind auch sehr net und sind 16, 18 und 21 Jahre alt. Die Familie spricht nicht so gutes Englisch, was aber zu viel Lachen geführt hat, weil sie manchmal Malay direkt zu Englisch übersetzt haben. Die älteste Tochter allerdings spricht sehr gutes Englisch und so konnte ich mit ihr auch interessante Gespräche über den Islam führen. Ich selbst habe die ganze Zeit mit den Malyen Kopftuch getragen und ich muss doch ehrlich sagen, dass ich froh bin, es nicht immer tragen, zu müssen, doch es war eine sehr gute Erfahrung. Das eigentliche Fest Hari Raya Haji wurde am Dienstag gefeiert. Hier die Geschichte dazu, die mir erzählt wurde: Der muslimische Prophet Abraham erhielt einst eine Nachricht von Allah, dass er ihm seinen Sohn Ismael opfern soll, also ihn schlachten soll. Am Opfertag Tauschte Abraham seinen Sohn allerdings gegen eine große männliche Ziege aus. Seit dem wird jedes Jahr ein Ziegenbock und/oder ein Stier in jeder Gemeinde geschlachtet. Am Dienstagmorgen war meine Familie zuerst in der Moschee und danach bin ich mit ein paar Familienmitgliedern zum Schlachtort gefahren. Dort wurde zuerst der Ziegenbock geschlachtet, indem er festgebunden wurde und ihm dann die Kehle halb durchgeschnitten wurde. Danach war der Stier auf die gleiche Weise dran. Wenn ich so daran zurück denke, kann ich gar nicht glauben, dass ich das anschauen konnte und denke, dass ich ein schrecklicher Mensch bin, aber in dem Moment, als die Tiere geschlachtet wurden, war ich innerlich einfach nur leer. Die ganzen malayen standen lachend darum herum. Nur ein kleines Mädchen, was noch unschuldig dachte, weinte. Ich habe meine Geschwister gefragt, ob ihnen die Tiere nicht leid tun, aber sie meinten: “Nein, denn es ist Essen.”. Nach dem Schlachten herrschte ein ständiges Kommen und Gehen in unserem Haus und jeder, der kam, bekam ein bisschen vom Fleisch mit nach Hause. Die restliche Zeit haben wir auf Ayahs Jackfruit-farm verbracht und sind Dienstagabend auch schon wieder zurück. Mittwoch war ich noch mit meinen malaiischen Schwestern im Kino und dann ging ich auch schon wieder zurück nach Hause. Obwohl es wunderschön mit meiner malaiischen Familie war, war es doch auch wieder ein richtig schönes Gefühl von nach Hause kommen, als ich hier wieder ankam. 3. Schultrip nach Perlis Am Samstag danach war ich dann mit der Schule wieder in Perlis. Natürlich sind wir morgens wieder 40 min zu spät los gefahren und nach dem Frühstück auf dem Weg, hatte unser Bus eine Panne. Wir mussten über zwei Stunden lang warten und haben so natürlich eine Menge Zeit verschwändet. Von unserem ursprünglichen Plan, eine Höhle, einen See, eine Traubenfarm, eine Schlangenfarm, eine Straußenfarm und ein Einkaufszentrum zu besuchen, haben wir nur die Traubenfarm und das Shoppen verwirklicht. 4. Sanjivvs Geburtstag Am Montag den 21. war Sanjivvs Geburtstag. Er wurde 11 Jahre alt und ich habe ihm auf Rat meiner Mutter und der malaiischen Mädchen vom Perlis-Trip in der Shopping Mall an der Grenze zu Thailand ein T-shird gekauft. Weiter habe ich ihm noch deutsche Schokolade geschenkt. Er schien sich doch gefreut zu haben und meine Eltern fanden das T-shirt (eigentlich ein Fußball Trikot) so schön, dass er es für Deepavali, das kommende indische Fest tragen soll. Bis auf mein Geschenk war keines eingepackt und meine Mutter machte eh die Überraschung kaputt, indem sie ihm sagte, er solle doch endlich das T-shirt auspacken . Viel wichtiger, als bei uns das Auspacken, ist hier das Kuchenschneiden. Das Geburtstagskind schneidet den Kuchen und füttert danach jedes Familienmitglied damit, bzw. wird von jedem Familienmitglied damit gefüttert. 5. Schule Seit letzter Woche haben wir jeden Tag in der Schule Tanzprobe, weil wir in einem Weisenhaus tanzen werden. Es ist sehr bemerkenswert, wie gut das klappt, da kein Lehrer dabei ist und wir trotzdem die ganze Zeit tanzen. Wir tanzen sechs verschiedene Line-Dances, malaiische Tänze, die aber alle irgendwie auf latein amerikanischen Schritten basieren. Sonst habe ich eigentlich keine Schule mehr, da die Exams abgeschlossen sind und eine Stimmung wie in Deutschland nach der Notenabgabe herrscht, aber noch ein bisschen stärker: Im Unterricht werden Spiele gespielt oder der Lehrer sitzt einfach vorne und macht gar nichts oder die Lehrer kommen einfach gar nicht in die Klasse. Auch viele Schüler gehen nicht mehr in die Schule. Wir haben jetzt noch bis Donnerstag “Schule” und danach eine Woche Ferien für Deepavali, danach wieder eine Woche Schule und dann 7 Wochen Ferien! 6. Vorbereitung für Deepavali Bei uns werden jetzt gerade die Badezimmer renoviert, damit für Deepavali und die Verlobung einer Cousine im Anschluss alles schön ist. Auch haben wir am Wochenende alle zusammen mit der Familie Kekse gebacken und dazu extra einen neuen Ofen gekauft. Am Samstag wird es hier ein „offenes Haus“ geben, wo es für jeden Essen gibt.
28.10.13 15:35
 


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