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Deepavali

Deepavali ist das Fest des Lichtes und das höchste Fest der Hindus. Zuerst die Geschichte dazu: Die Frau vom Gott Krishna wurde einst von einem bösen Dämonen der Finsternis entführt. Dieser Dämon hatte so viel Kraft, dass vorhergesagt worden war, dass niemand ihn jäh zerstören kann. Krishna wollte aber natürlich seine Frau zurück und kämpfte gegen den Dämon. Mit seinen göttlichen Kräften schaffte er es doch, den Dämon zu zerstören und brachte so ganz viel Licht in die Welt. An diesem Tag hat Krishna bestimmt, dass jedes Jahr ein Fest des Lichtes gefeiert werden soll, um daran zu gedenken. Meine Familie und ich haben schon einige Tage vorher mit den Vorbereitungen angefangen: kochen, Kekse backen, putzen, aufräumen, dekorieren (viele Lichter), Leute einladen,... Freitagabend schlossen wir dann die letzten Vorbereitungen ab und ich mahlte mit Keshika ein Column auf die Einfahrt. Das ist ein Gemählde aus gefährbtem Reis, meistens sind es Blumenformen. Es muss aus organischem Material gemacht werden, damit die Insekten und Vögel es essen können. Um das Column herum hatten wir "Happy Deepavali 2013" geschrieben, doch am nächsten Morgen waren das "D" und "e" von Deepavali sowie die "2" schon ganz aufgegessen. Meine Mutter sagte, dass sei ein sehr gutes Omen. Freitagabend gegen 24 Uhr wurde an einigen Stellen Feuerwerk angezündet und der Benachrichtigungston der Handys meiner Eltern für SMSen war im Dauermodus zu hören, da sie die ganze Zeit Nachrichten mit "Happy Deepavali" erhielten. Auch riefen Verwante an, bzw. wurden angerufen und es wurde weiter "Happy Deepavali" oder "Deepavali Subegangelu" (auf Telegu) gewünscht. Samstagmorgen bekamen wir alle Öl auf den Kopf, in die Augen und in die Ohren. Nun haben wir alle ein reihneres Gehör und einen reihneren Blick. Eigentlich machen dieses Ritual an Deepavali nur die Tamilils (die größte Kaste in Malaysia) und Telegus (höhere Kaste als Tamilis aber Minderheit in Malaysia) erst im Februar, aber meine Mutter macht es trotzdem immer an Deepavali. Das Öl in den Ohren ist nicht angenehm, aber tut nicht weh, doch in den Augen brennt es schon ziemlich. Nachdem wir uns dann mit viel Seife gewaschen hatten, mussten wir vor den Eltern auf die Knie gehen und ihre Füße berühren, um ihnen Respekt zu erweisen und ihren Seegen zu empfangen. Danach bekam jeder von uns 50 RM, denn es ist Tradition den unverheirateten und nicht arbeitenden an Deepavali Angpow (Geld) zu schenken. In den ganzen vier Tagen der Feier bekam ich ca 150 RM Angpow. Unsere nächste Tätigkeit war, in den Tempel zu gehen, den Seegen des Priesters zu empfangen und drei Runden beetend um die Götterstatue zu laufen. Wir konnten allerdings nicht so lange bleiben, da meine Mutter für das anschließende Open House kochen musste. Gegen 12 Uhr kamen schon die ersten Schüler meiner Eltern, um bei uns zu essen. Diese wurden am frühen Abend von den ganzen Verwanden abgelöst. Sie blieben bestimmt bis 24 Uhr, nachdem wir ein bisschen Feuerwerk gemacht hatten, gingen die meisten, doch einige blieben auch über Nacht. Sonntag waren wir dann beim Open House von Andrés indischer Familie, die auch zu unseren Familienmitgliedern zählt. Die Nacht verbrachten wir bei wieder anderen Verwandent und am nächten Tag wiederholte sich das ganze beim Open House bei wieder anderen Verwanden. Es waren eigentlich jeden Tag genau die gleichen Leute anwesend, aber es wurde eben jeden Tag wo anders gegessen. Jetzt sind wir wieder zu Hause, aber werden heute Abend schon wieder zu Amas Bruder gehen, dessen Tochter morgen Verlobung feiert. Dort werden wir bis Samstag bleiben und danach werde ich ersmal ein bisschen Schlaf nachholen müssen
6.11.13 06:39
 


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