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Es wird Weihnachten...

So, nun habe ich wirklich länger nicht geschrieben und ich bin ganz ehrlich: mir fehlte die Lust! Aber so viel ist gar nicht passiert... Zuerst war da die große Feier für meine Schwester am Tag nach der Hochzeit, wovon mein letzter Eintrag handelt. Keshika wurde von zwei professionellen Frauen zuerst ca drei Stunden zurecht gemacht und über und über mit Schuck behängt. Unten im Erdgeschoss musste sie dann wieder zwei Stunden still sitzen, wobei sie den Seegen, in Form von verschiedenen Ritualen, aller Tanten bekommen hat. Nach seiner ersten Periode dürfen Mädchen zum ersten Mal einen Saree tragen und bekommen deshalb einige zu ihrer Feier geschenkt. Es ist Tradition, dass das Mädchen während der Feier jeden einzelnen geschengten Saree anzieht. Shika musste ihren zum Glück nur vier Mal wechseln, da sie nich alle an zu ziehen brauchte, aber das ist trotzdem schon sehr viel, da es sehr zeitaufwändig ist, einen Saree richtig zu binden... Die letzten zwei Tage war ich mit André und Alois bei einer indisch-christlichen Lehrerin unserer Schule. Wir haben zusammen den Weihnachtsbaum aus Plastik aufgebaut und geschmückt und heute morgen waren wir in der Kirche. Es ist eine evangelische sehr kleine Kirche für eine Gemeinde von vielleicht 35 Leuten. Zum Gottesdienst heute Morgen waren aber nur 20 Leute in der kleinen Halle, die die Kirche bildet, darunter auch eine Familie aus Afrika. Es war ein sehr seltsames Gefühl, in die Kirche zu kommen, weil es einerseits so vertraut und normal ist, aber andererseits auch irgenwie nicht in diese Welt gehört. Generell war es verwirrend im Haus von Christen, wo mir irgendwie die Symbole der Hindus, Chinesen oder Muslime gefehlt haben, weil es einfach so "normal" bei den Christen ist. Der Gottesdienst unterschied sich auch nicht groß von den europäischen, obwohl mehr gesungen wurde und es danach natürlich Essen gab. Während ich bei der Lehrerin war, hat meine Familie eine Nacht in Kelantan, einem anderen Staat Malaysias, für ein Hochzeitsessen verbracht und heute Abend waren wir dann noch mal alle zusammen auf einem anderen Hochzeitsessen. Im Auto habe ich meine Geschwistern die Weihnachtsgeschichte erzählt und es war total süß, wie mein kleinerer Bruder Sanjivv die anderen ermahnte, still zu sein, weil er sich sehr dafür interessierte. Obwohl ich mich von Anfang an sehr wohl in meiner Familie gefühlt habe, muss ich sagen, dass ich mich jetzt erst richtig angekommen und mich ein wirklich ganz wahrer Teil der Familie fühle. Das ist wirklich schön
22.12.13 18:35
 


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